August Sander

* 17. November 1876 in Herdorf; † 20. April 1964 in Köln

August Sander gilt als einer der wichtigsten und für die Porträtgeschichte einflussreichsten Photographen des 20. Jahrhunderts. Mit seinem Kulturwerk Menschen des 20. Jahrhunderts schuf er ein „epochemachendes“ Photoprojekt.[2] Seine Bilder sind vornehmlich der dokumentarisch sachlich-konzeptuellen Photographie zuzuordnen.

 

August Sander wurde als Sohn eines Grubenzimmerhauers geboren und wuchs im Kreis von sechs Geschwistern auf. Nach Abschluss der Volksschule arbeitete er als Haldenjunge auf dem Gelände einer Herdorfer Eisenerzgrube. Dort machte er die Bekanntschaft mit einem Siegener Berufsphotographen, der sein Interesse für die Photographie auslöste. Mit finanzieller Hilfe seines Onkels kaufte er seine erste eigene Photoausrüstung.

August Sanders Werk umfasst Landschafts-, Natur-, Industriearchitektur- und Stadtphotographie; berühmt aber ist er hauptsächlich für seine Porträtkunst, wie sie exemplarisch in seinem Werk Menschen des 20. Jahrhunderts ausgeführt ist. Er gilt als bedeutender Wegbereiter einer neuen Richtung, die heute als dokumentarisch sachlich-konzeptuelle Photographie bezeichnet wird. „Das Wesen der gesamten Photographie ist dokumentarischer Art,“ schrieb August Sander und formulierte damit einen Kernsatz seiner Arbeitsauffassung.

Dem Wesen und Werden der Photographie forschte August Sander in seiner insgesamt rund 70-jährigen Tätigkeit beinahe in jeder Beziehung nach, sei es hinsichtlich der Technik, der Wahl oder Komposition eines Motivs oder in Bezug auf die Verwendung und den Kontext. Sein Werk zeugt von einer tiefen Auseinandersetzung mit seinem Medium, das er als exakte Photographie zu bezeichnen pflegte und mit dem er in absoluter Naturtreue ein Bild seiner Zeit zu geben versuchte. Sein Ziel war ein einzigartiges Werk von weitreichender kunst- und kulturhistorischer Dimension mit Vorbildfunktion.

Einige wichtige Werke des Meisters.

Konditor

Handlanger

Jungbauern von 1914

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