Kaiserstuhl

Für ein Nordlicht ist der Harz schon ein Hochgebirge.

Der Kaiserstuhl, mit den schweizer Alpen auf der einen und den Vogesen auf der anderen Seite im Blick, geht es dann erst richtig ab.

Der Kaiserstuhl ist ein bis 556,6 m ü. NHN hohes, kleines Mittelgebirge vulkanischen Ursprungs in der Oberrheinischen Tiefebene . Es erhebt sich im Südwesten von Baden-Württemberg in den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald.

Seinen Namen hat der Kaiserstuhl vermutlich von König Otto III ., der bei Sasbach am 22. Dezember 994 einen Gerichtstag abhielt. Nach diesem Gerichtstag wurde das ganze Gebirge als „Königsstuhl“ bezeichnet. Nachdem Otto III. im Mai 996 zum Kaiser gekrönt war, wurde aus dem „Königsstuhl“ der „Kaiserstuhl“. Nachweislich belegt ist die Bezeichnung „Kaiserstuhl“ erst seit 1304. Historiker vermuten, dass der Begriff „Kaiserstuhl“ nicht vor dem 13. Jahrhundert entstand.

Das warme Klima des Kaiserstuhls erklärt auch die große Fülle an wärmeliebender Flora und Fauna . Beispielsweise ist der Kaiserstuhl einer der Orte mit der größten Orchideenvielfalt in Europa – mehr als 30 Arten wurden registriert. Zwischen den Rebstöcken wuchern wilde Traubenhyazinthen und an Böschungen blühen Schwertlilien. An vielen Stellen gibt es noch naturbelassenen Blumenwiesen mit einer Fülle von verschiedenen Orchideen und anderen Blumen. . Außerdem leben hier Bienenfresser, Wiedehopfe, Smaragdeidechsen und Gottesanbeterinnen. – Arten, die ihren Verbreitungsschwerpunkt im mediterranen Bereich haben (nach neuen genetischen Studien handelt es sich bei der Smaragdeidechse allerdings um eine wahrscheinlich gebietsfremde Population der Östlichen Smaragdeidechse.

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