Schmetterlinge ( Lepidoptera )

 

Schmetterlinge beeindruckend seit jeher uns Menschen. Erste wissentschaftliche Arbeiten datieren aus dem Jahr 1880 aus dem Eutiner Raum. Schmetterlinge unterrscheiden sich im wesentlichen zwischen Tagfalter und Nachtfaltern. Tagfalter gibt es etwa 150 Arten, Nachtfalter etwa 1850. Alle Falterarten zusammen gehören zu den am meisten bedrohten Tierarten überhaupt. Eine sehr traurige Wahrheit die zunächst nicht besonders auffällt. Aber wer mit offenen Augen durch unsere nur noch wenig vorhandenen Naturräume streift, wird das schnell feststellen - müssen !

( Texte aus Wikipedia)

Ampfer- Purpurspanner 

( Lythria cruentaria )

sind Schmetterlinge aus der Familie der Spanner. Zu finden ist der Falter auf warmen trockenen Wiesen, Brachen, Sand- und Heideflächen, vor allem auf sandigen und felsigen Böden. Die Art fliegt in zwei Generationen von Mitte März bis Mai und von Juni bis September.  Nahrungspflanzen der Raupen sind insbesondere der Kleine Sauerampfer (Rumex acetosella), aber auch der Wiesensauerampfer (Rumex acetosa).

Rote Liste - gefährdet

Ampfer.Grünwidderchen

(Adscita statices + Adscita heuseri)

ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Widderchen die 2 Ökotypen vorkommt. Die Falter sind tagaktiv, fliegen aber bei trübem Wetter kaum. Die Tiere kommen sowohl auf feuchten Wiesen als auch auf trockenen Heidegebieten vor. Haupfpflanzen sind das Grosse- und Kleine Sauerampfer. Flugzeit in Feuchtgebieten von Mitte Mai bis Ende Juni und in Trockengebieten von Mitte/Ende Juli bis Ende August.

Rote Liste - gefährdet

Schmetterlingsflügel spielen bei der Beschreibung und Bestimmung eines Schmetterlings eine wichtige Rolle. Der Flügel wird dabei in Regionen aufgeteilt und die Adern der Flügel und die daraus gebildeten Zellen nummeriert.

Flügelregionen der Tagfalter.

Regionen

Zur Beschreibung von Schmetterlingen werden die Vorder- und Hinterflügel der Tagfalter jeweils in vier Bereiche aufgeteilt. Die Basalregion (auch basal) ist die Flügelregion zwischen dem Körper und der Flügelmitte (Diskalregion) der Flügel. Der Rand der Flügel wird als Submarginalregion bezeichnet. Zwischen ihr und der Diskalregion befindet sich die Postdiskalregion. Bei anderen Schmetterlingsfamilien kann sich die Aufteilung erheblich unterscheiden.

Blauer Eichen-Zipfelfalter

(Favonius quercus)

ist ein Schmetterling (Tgfalter) aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae). Die Flügelspannweite der Falter beträgt 20 bis 30 Millimeter. Oberseits sind die Flügel grauschwarz mit deutlicher dunkelblauer Beschuppung. Beim Männchen ist diese auch auf die Hinterflügel ausgedehnt, beim Weibchen tragen lediglich die Vorderflügeloberseiten einen deutlich abgestuften blauen Fleck an der Flügelbasis, der zum einen die Flügelzelle ausfüllt und unterhalb dieser bis ins Postdiskalfeld ragt. Auf der hellgrauen Flügelunterseite ist mindestens im Analwinkel ein oranger Fleck zu sehen, die Männchen tragen darüber einen orangen Fleck mit einem schwarzen Punkt darin.

Der Falter ist univoltin, d. h., er bringt nur eine Generation hervor, die von Ende Juni bis Ende August fliegt. Besonnte, am besten windgeschützte Eichen in Eichenwäldern, Waldrändern oder weniger auf freier Flur. Die Futterpflanze besteht aus Eichenarten (Quercus). Die Eier überwintern an Blütenknospen. Die Raupe frisst die Blüten, seltener auch Blätter. Die Verpuppung erfolgt Anfang Juni. Die Falter saugen vor allem Honigtau , d.h. Ausscheidungen von Blattläusen. Die Männchen saugen bei größerer Hitze an Pfützen, selten besuchen die Falter Disteln und Doldenblütlern. Meist halten sie sich in Baumkronen auf und sind daher schwer zu beobachten. Beobachtungen zufolge sollen die Falter am frühen Vormittag (10 bis 11 Uhr) in Bodennähe fliegen, um dann wieder aufzusteigen. Ebenso suchen sie bei großer Hitze Bodennähe auf.

Rote Liste : noch ungefährdet

Flügelränder

Begrenzt werden die Flügel jeweils von Vorderrand, Außenrand und Innenrand. Der Vorderrand und Außenrand treffen im Apex zusammen. Dieser wird im Fall der Vorderflügel auch Flügelspitze genannt. Der Außenrand und der Innenrand treffen auf dem Vorderflügel im Innenwinkel, bzw. im Analwinkel (Tornus) auf dem Hinterflügel zusammen.

 

Flügeladern

Lage bestimmter Bereiche auf dem Flügel eines Tagfalters

Für die Taxonomie besonders wichtig sind die Flügeladern.

( Zeichnungen und Texte aus Wikipedia)

 

Flügeladern

 

Die Adern werden auf den Vorderflügeln von 1 bis 12 nummeriert, beginnend von hinten mit Ader 1, die parallel zum Innenrand verläuft und im Innenwinkel endet.

Auf den Hinterflügeln befinden sich nur 9 durchgängige Adern (1a, 1b, 2–8). Teilweise gibt es noch eine 10. Ader (9), Praekostalader genannt, die an der Basis entspringt und nicht bis zum Vorderrand reicht.

Diesem Schema entsprechen aber nicht alle Schmetterlinge, so haben besonders Bläulinge oft nur 10 oder 11 Adern auf den Vorderflügeln. Ihnen fehlen dann von den Adern 7, 8 oder 9 bis zu zwei.

Auf den Hinterflügeln, parallel zum Innenrand, befinden sich die Analadern 1a und 1b, wobei die Ritterfalter (Papilionidae) nur eine Analader besitzen.

( Texte aus Wikipedia)

 

Vorderflügel

S

Subkostal- oder Radialader

D

Diskoidalquerader

M

Medianader

1

Submedianader

12

Kostalader

 

Hinterflügeln

S

Subkostal- oder Radialader

D

Diskoidalquerader

M

Medianader

1a

Analader

1b

Analader

8

Kostalader

9

Praekostalader

 

An der Diskoidalquerader befindet sich bei vielen Schmetterlingen ein Diskoidalfleck, der der Kennzeichnung und Bestimmung ähnlicher Arten oder der Typisierung dient.

 

Flügelzellen

 

Die Flächen, die von den Adern begrenzt werden, heißen Zellen. Die Adern bilden eine auffällige Mittelzelle, kurz Zelle oder Diskoidalzelle genannt. Von vorne wird diese von der Subkostal- oder Radialader (S) begrenzt, nach außen von der Diskoidalquerader (D) und nach hinten von der Medianader (M).

Die Bezeichnungen der Zellen folgen der Bezeichnung der jeweils unten begrenzenden Ader, z. B. liegt die Zelle 3 oberhalb Ader 3. Ausnahmen bestehen für die Ader 1 bzw. die Adern 1a und 1b, die von den Zellen 1a und 1b bzw. 1a, 1b und 1c umgeben sind.

( Texte aus Wikipedia)

Breitflügeliger Fleckleibär auch Weisse Tigermotte genannt

( Spilosoma lubricipeda)

ist ein Nachtfalter der Bärenspinnerfamilie. Man findet die Tigermotte an feuchten Stellen am Waldrändern, in alten Kiesgruben und an Knicks. Löwenzahn, grosse Brennnessel, Besenginster, Wegerich, Wiesen-Sauerampfer, Brombeere, Himbeere und Holunder sind die wichtigsten Pflanzen. Da die Tiere giftig sind werden sie von Vögeln wieder ausgespuckt und nach solchen Erfahrungen nicht wieder angegriffen. Die Flugzeit ist von Mitte Mai bis Juli.

Rote Liste - noch nicht gefährdet.

Eichenspinner oder Quittenvogel (Lasiocampa quercus) ist ein Nachtfalter und gehört in die Familie der Glucken (Lasiocampidae).

Weibchen und Männchen lassen sich bei dieser Art gut unterscheiden: Die Vorderflügel der Männchen haben meist eine kastanienbraune Grundfärbung und haben etwa zwischen den hinteren beiden Flügeldritteln eine breite, zur Flügelspitze nicht scharf begrenzte, gelb gefärbte, leicht geschwungene Binde. Daneben ist ein weißer, dunkel gerandeter Diskoidalfleck auffällig. Die Hinterflügel sind gleich gefärbt, haben aber keine Diskoidalflecken. Die Weibchen sind deutlich heller gefärbt und auch wesentlich größer als die Männchen. Sie haben ockergelbe oder hellbraune Flügel, auf denen die gelbe Binde nur undeutlich erkennbar ist. Auf den Vorderflügeln haben sie ebenfalls weiße, dunkel gerandete Diskoidalflecken. Männchen haben ausserdem deutlich gefächerte Fühler, Weibchen mehr fadenförmige.

 

Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 45 bis 75 Millimetern.

 

Die Männchen fliegen tagsüber auf der Suche nach Weibchen wild umher. Diese wiederum sind in der Regel nachtaktiv, nur in höheren Lagen fliegen sie auch am Tag. Die Falter fliegen von Ende Juni bis Mitte August, die Raupen findet man von September bis in den Mai des nächsten Jahres.

 

Die Raupen ernähren sich besonders von verschiedenen Sträuchern, unter anderem von Schlehdorn (Prunus spinosa), Brombeere (Rubus fruticosus), Besenginster (Cytisus scoparius), Blaubeere (Vaccinium myrtillus), Rauschbeere (Vaccinium uliginosum), Weiden (Salix spec.) und Besenheide (Calluna vulgaris). Sie fressen nur sehr selten an Eichen, obwohl dies ihr Name vermuten lässt.

Rote Liste: Vorwarnstufe

Grüner Zipfelfalter (Callophrys rubi ). Diese kleine Falter bevorzugt gebüschreiche, feuchte Lebensräume. Er setzt sich gerne auf kleine Birken in Hochmooren und Restflächen von Mooren ab. Seine bevorzugten Pflanzen sind u.a. die gewöhnliche Moosbeere,  Glockenheide, Rauschbeere und Supfporst. Die Flugzeit ist von Ende April bis Anfagn Juni, seltenener bis in den Juli. Der Falter kann durch seine grüne Unterseite nicht verwechselt werden und gehört zur Familie der Bläulinge. Rote Liste V - Vorwarnstufe !

Landkärtchen ( Araschnia levana ) gehören zu den Edelfaltern und zählen zu unseren häufigsten Schmetterlingsarten.

Flugzeit etwa von Ende April bis Anfang Juni, in 2ter Generation von Anfang Juli bis Mitte August, in günstigen Jahren sogar in 3ter Generation von Ende August bis MItte September. Jede Generation hat dabei ihre eigene Färbung. Der abgebildete Falter stammt aus der ersten Generation. Das Landkärtchen findet man vorwiegend in waldartigen Biotopen wie Waldränder, Waldwege, auf Lichtungen, Moorränder, Bruchwälder und Knicks. Bevorzugt werden weisse Blüten angeflogen. Im offenen Landstrichen fehlt er allerdings ganz. Die Raupen dieser Falter leben fast ausschliesslich auf der großen Brennnessel.  Rote Liste - noch nicht gefährdet !

Spiegelfleck Dickkopffalter

(Heteropterus morpheus)

hat eine einzigartige Zeichnung auf seiner Flügelunterseite. Fast kreisrunde, gut sichtbare,  helle Punkte die von einen bräunlichen Ring umrandet sind. Er gehört zur Familie der Dickkopffalter. Flugzeit von Mitte Juni bis Mitte August. Zu finden sind die Falter in Hochmooren mit guten Pfeiffengrasbeständen, Niedermoorflächen, an Fadenseggenriede, an Randbereichen von Feuchtheiden und an feuchten Waldwegen und Lichtungen. Auch feuchte Birkenbestände spielen eine Rolle. 

Rote Liste V - Vorwarnstufe !

Wegerich - Scheckenfalter

( Melitaea cinxia )

ist ein Schmetterling aus der Familie der Edelfalter. Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 33 bis 40 Millimetern. Sie haben gelbbraune bis orangebraune Flügeloberseiten, die mit einem schwarzen Gittermuster gezeichnet sind. Der Außenrand der Flügel ist weiß. Die Falter sind wärmeliebend und sonnen sich gerne am Boden sitzend. Sie fliegen jährlich in einer Generation je nach Region von Ende April bis Anfang August, im Süden bzw. warmen Gebieten fliegen sie aber auch in zwei von Mai bis Juni und von August bis September. Sie ernähren sich vor allem von Spitzwegerich und von anderen Wegericharten, aber auch von Großen Ehrenpreis, Kleinem Habichtskraut und Wiesen-Flockenblume.

Rote Liste 2 - stark gefährdet

Zitronenfalter ( ( Gonepteryx rhamni )

gehören zur Familie der Weisslinge und sind wohl jedem Wanderer/in bekannt. Der auffällige, gelbe Falter

 mit markanter Zeichnung, (♂ kräftiger gelb gefärbt,deutlich heller) fliegt von März/April bis in den Juni und in 2ter Generation von Juli bis ende August. Manchmal sogar, je nach Witterung,  bis September/Oktober. Anzutreffen sind die großen Falter in Birkenwäldern genauso wie in Mooren, Bruchwäldern, Laub- und Mischwäldern, sowie im buschreichen Offenland und an Knickstrukturen in Waldnähe.

Rote Liste - noch nicht gefährdet !

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