Schifffahrt

Im Land zwischen den Meeren und der am meisten befahrenen Schifffahrtstrasse der Welt, dem Nord-Ostsee-Kanal, kommt man an Schiffen aller Art eigentlich garnicht vorbei.

Besonders beeindruckend ist die Nähe der Schiffe im NOK. Fast zum greifen nahe fahren Containerschiffe, Oil- und/oder Gastanker, Stückgutfrachter, Autofähren, Arbeitsschiffe, Behördenschiffe, Schlepper, Marineschiffe, Segler, kleinere Sportboote und natürlich die Kreuzfahrer an einem vorbei.

Allgemeine Infos rund um die Schifffahrt

Bugnasen ( Wulstbug)

Einen solchen Wulstbug haben Sie bestimmt auch schon mal gesehen und haben sich gefragt was es damit auf sich hat.

Durch das Volumen des Wulstbugs haben die Schiffe am Bug mehr Auftrieb bzw. tauchen nicht mehr so tief ins Wasser ein. Auch lässt sich das Schiff besser manövrieren.
Abgeguckt haben sich die Ingenieure diesen Bug bei den Delfinen. Auch sie haben vorne an der Nase eine Verdickung. Konstrukteure könnten den Bug auch als scharfes Messer gestalten. Das verringert aber die Wendigkeit der Schiffe und erhöht gleichermaßen die Empfindlichkeit gegen schräg einfallende Wellen. Sinn und Zweck dieses besonders geformten Bugs ist das Verschieben des Wellenbildes. Dadurch verschwindet die typische Bugwelle fast ganz und der Wasserwiderstand verringert sich um bis zu 10 %. Und ein geringerer Wasserwiderstand bedeutet natürlich auch eine schnellere Fahrt und eine Spritersparnis.

Containergrößen

20 Fuss Standard-Container ( entspricht 1 TEU)

Aussenmaße

Standardbreite immer 8 Fuss = 2,438 mtr.

Länge in Fuss    20                 = 6,058 mtr.

Höhe in Fuss       8,5               = 2,591 mtr.

Innenmaße

Standardbreite                         = 2,350 mtr.

Länge in Fuss     20                 = 5,890 mtr.

Höhe in Fuss         8,5              = 2,372 mtr

 

Eigengewicht             =   2250 kg

zul. Gesdamtgewicht = 30480 kg

 

Es gibt auch noch 10 Fuss und 40 Fuss-Container sowie Kühlcontainer.

Schiffsmaße

Unter Schiffsmaßen versteht man neben Länge, Breite, Höhe und Tiefgang ( in Meter angegeben) auch unterschiedliche technische Daten wie Masse- und Raumangaben, Verdrängung, Tragfähigkeit und Geschwindigkeit eines Schiffes. Die folgenden Angaben gelten für Seeschiffe. Angaben zu Schiffsgrößen und Schiffsleistungen variieren aufgrund ihrer unterschiedlichen Zweckrichtung und unterschiedlicher nationaler Maßeinheiten.

Brutto- und Nettoraumzahl (BRZ, NRZ)

Die dimensionslosen Zahlen Bruttoraumzahl (BRZ), engl.: Gross-Tonnage (GT), und Nettoraumzahl (NRZ) bezeichnen heute die Größe eines Schiffes. Nach der BRZ oder NRZ berechnen sich weiterhin die tonnage dues, die Gebühren für Hafennutzung (Hafengebühren), Kanal- oder Schleusendurchfahrten und Lotsen. BRZ und NRZ ersetzen die veraltete Bruttoregistertonne (BRT) und Nettoregistertonne (NRT).

TEU

Bei Containerschiffen wird die Lade- bzw. Stellplatzkapazität in Anzahl der Container angegeben. Maßeinheit ist die TEU (Twenty-foot Equivalent Unit). Damit ist ein Standard-Container von 20 Fuß ( ca. 6 mtr.) Länge gemeint. Ein Containerschiff mit 6.000 TEU bietet also Stellplätze für 6.000 20-Fuß-Container, bei optimaler Verteilung der Gewichte der einzelnen Container und unter Berücksichtigung des Sichtstrahls. Um ein genaueres Bild von der Ladefähigkeit zu vermitteln, wird in Fachkreisen zusätzlich die 14mt homogeneous load verwendet. Dieser Wert gibt an, wie viele Container mit einem Gewicht von je 14 metrischen Tonnen ein Schiff laden kann. Die tatsächliche Kapazität kann davon allerdings in Abhängigkeit vom Fahrtgebiet, zumeist nach unten, erheblich abweichen.

Deadweight Tons

Für Handelsschiffe ist stattdessen die Tragfähigkeit wichtig. Diese wird mit den englischen Begriffen deadweight tonnage (dwt) oder tons deadweight (tdw) bezeichnet. Die Angabe tons deadweight all told (tdwat, auch TDWAT, T dwat oder einfach tdw) bezeichnet die Gesamt-Tragfähigkeit eines Handelsschiffes. Errechnet wird dieses Maß aus der Differenz der Wasserverdrängung des bis zur höchstzulässigen Lademarke belasteten Schiffes und jener des unbelasteten Schiffes. Maßeinheiten sind wahlweise metrische Tonnen zu je 1000 kg oder englische long tons (tn. l.) zu 1.016 kg.

MMSI

Der Begriff Rufnummer des mobilen Seefunkdienstes (engl. Maritime Mobile Service Identity, daher auch im Deutschen häufig abgekürzt mit MMSI) bezeichnet eine neunstellige, zukünftig zehnstellige, weltweit gültige Rufnummer des mobilen Seefunkdienstes zur Kennzeichnung einer See- oder Küstenfunkstelle im Global Maritime Distress and Safety System (GMDSS). Hierbei besitzt jede See- oder Küstenfunkstelle, die mit mindestens einer GMDSS-fähigen Seefunkanlage ausgerüstet ist, eine eigenständige MMSI. Alle Funkanlagen einer Funkstelle haben hierbei dieselbe MMSI-Nummer. Mit Hilfe der MMSI ist es somit über Digital Selective Calling (DSC) möglich, ein Seefunkgespräch mit einer bestimmten See- oder Küstenfunkstelle durchzuführen.

IMO Nr.

Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (International Maritime Organization – IMO) führte 1987 in ihrer Resolution A.600(15) die Vergabe einer IMO-Nummer zur Verbesserung der maritimen Sicherheit, der Verhütung von Umweltverschmutzung und der Verhinderung von Betrug ein. Die IMO-Nummer besteht aus dem Kürzel „IMO“ und einer siebenstelligen numerischen Folge, z. B. „IMO 5245434“. Sie wird einmalig vergeben, kommt nicht wieder zum Einsatz und ist daher vergleichbar mit der Fahrgestellnummer eines Kraftfahrzeugs. Sie begleitet das Schiff vom Baubeginn (Kiellegung) bis zur Verschrottung beziehungsweise einem anderen Ende des Schiffes unabhängig von Eigner- oder Flaggenwechsel. Die Vergabe und Verwaltung der IMO-Nummer geschieht im Auftrag der IMO. Zunächst war dafür Lloyd´s Register of Shipping zuständig, auf dessen internem Registernummernsystem das IMO-Nummernsystem aufbaut. Heute wird die Vergabe durch das Informationsunternehmen IHS Fairplay durchgeführt.

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