Bienenfresser ( Merops apiaster)  engl. Bee-eater

Der im Durchschnitt ca. 28 Zentimeter große Bienenfresser ist einer der buntesten, kaum zu verwechselnden Vögel Europas. Neben der Farbenpracht ist sein schwarzer Augenstreif sehr markant. Weitere Merkmale ist der lange, leicht gebogene Schnabel mit dem er seine Beute im Flug packt. Dazu zählen alle Fluginsekten und vor allem Libellen oder wie auf dem Foto zu  sehen Hummeln, die er zum fressen gern hat. In Deutschland galt er Ende der 1980er Jahre als ausgestorben, seit 1990 wandert er jedoch wieder ein. Er hat sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts im Bereich um den Kaiserstuhl in Baden-Würtemberg angesiedelt.

Der Bienenfresser ist ein Koloniebrüter. Das Nest wird als Bruthöhle in Hänge und Wände von Steilufern oder Sandgruben gegraben, wobei die Brutpaare diese ziemlich nah beieinander anlegen. Die Röhren sind meist 1 bis 1,5 mtr. lang und haben einem Durchmesser von vier bis fünf Zentimetern, wobei das Einflugloch circa acht bis zehn Zentimeter misst. Am Ende der Röhre befindet sich die blasenförmig erweiterte Brutkammer. Neben den meist mehrere Meter auseinander liegenden, bewohnten Röhren befinden sich oft weitere, unfertig gebliebene. Die Brutzeit beginnt Mitte Mai nach der Rückkehr aus Afrika und dauert einschließlich Aufzucht bis Ende Juli, die Brut selbst dauert dabei circa 20 bis 22 Tage. Es gibt nur eine Brut im Jahr (keine Nachbruten). Beide Geschlechter beteiligen sich am Brüten, das Männchen allerdings in geringerem Maße. Das Gelege besteht aus fünf bis sieben fast kugeligen, rein weißen, glatten, stark glänzenden Eiern.

Ich konnte diesen wunderschönen Vogel in den Weinbergen am Kaiserstuhl beobachten und fotografieren. Die Kolonien werden dort von den Bienenfressern in Lößwänden angelegt.

Löß ist ein eigenartiges „Lockergestein“, das fast den gesamten Kaiserstuhles in bis zu 30 m dicker Schicht überdeckt. Auch in anderen Gebieten Deutschlands gibt es Löß, aber nirgends in solcher Mächtigkeit. So hat der Löß für das Bild der Kaiserstuhllandschaft, für ihre Natur und ihre Nutzung ganz besondere Bedeutung.

Löß ist fruchtbar: Die Mischung aus quarzhaltigen Teilchen und Kalk sorgt für Mineralienreichtum, gute Durchlüftung und Fähigkeit zur Wasserrückhaltung. Löß ist daher eine hervorragende Grundlage für den Weinbau sowie für das Vorkommen zahlreicher Wildpflanzen, die für den Kaiserstuhl so charakteristisch sind.

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