Alte Berufe - erste Fotoausstellung

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Alte Berufe in Schleswig-Holstein. Wer denkt noch an Klöppler, Hutmacher, Müller, Heizer, Melker, Korbmacher, Kesselflicker, Böttcher, Flößer, Wagner, Seiler, Stellmacher und viele andere Berufe. Berufe die es schon sehr lange gibt, die sehr selten geworden oder sogar ganz verschwunden sind.

Digitalisierung und Industrialisierung verändern auch das Handwerk. Doch wenige, heute zum Teil aus der Zeit gefallene Berufe, überleben die Jahrhunderte. Manchmal scheint gerade eine alte Technik für die moderne Zeit die beste zu sein. – Quelle: https://www.shz.de/15598656 ©2018
Digitalisierung und Industrialisierung verändern auch das Handwerk. Doch wenige, heute zum Teil aus der Zeit gefallene Berufe, überleben die Jahrhunderte. Manchmal scheint gerade eine alte Technik für die moderne Zeit die beste zu sein. – Quelle: https://www.shz.de/15598656 ©2018

Wir vom  www.Fototreff-am-See.de haben uns 2013 darüber mal gedanken gemacht und einige Berufe fotografisch dargestellt. Daraus entstand eine kleine Foto-Ausstellung, unsere erste.

Werner Wegner  -  Hufschmied/in

Ein Hufschmied ist ein Spezialist für die Pflege (das Ausschneiden) und das Beschlagen von Tierhufen mit Hufeisen oder anderen Materialien. Die Hufeisen und Hufnägel stellt er traditionell auch selbst im Schmiedeprozess her bzw. passt die Hufeisen der Form des Hufes an. Die Arbeit beinhaltet auch die Behandlung verletzter und kranker Hufe.

Inge Spreckels  -  Glasbläser/in

Der Glasbläser bzw. das Glasblasen vor der Lampe hat seinen Namen von einer Öllampe mit Blasebalg, mit deren Hilfe früher Glasstäbe erhitzt wurden, um das auf diese Weise erweichte Glas zu Perlen, Figürchen und allerlei anderen dekorativen Objekten formen zu können. Im 17. Jahrhundert hatten die Italiener diese Technik schon zur Meisterschaft entwickelt. Die Öllampe ist zwar längst durch den Gas(gebläse)brenner ersetzt worden, aber der Name hat sich erhalten.

Petra Wegner  -  Klöppler/in

Klöppeln ist eine Handarbeitstechnik, bei der mittels Klöppel (spindelförmige, meist aus Holz gefertigte „Spulen“) und dem daran aufgewickelten Garn verschiedenartige Spitzen gefertigt werden. Die Herstellung der Handklöppelspitze beruht auf einem systematischen Wechsel von Verdrehen – Verkreuzen – Verknüpfen – Verschlingen von Fäden im Mehrfachsystem. Es gibt Handklöppelspitze in folgenden Varianten: Meterware, Einsätze, Deckchen, Kanten, Schmuckelemente oder Accessoires, in der Mode und in der Bildklöppelei.

Gunnar Asmus  -  Polsterer/in

Polstern ist die Berufstätigkeit des Polsterers oder des heutigen Raumausstatters. Der Polsterer übt seine Tätigkeit in der Industrie aus, der Raumausstatter im Handwerk.

Es werden Polstermöbel, Stühle und Matratzen (Auflagen) hergestellt.

Auch in diesem Berufsfeld hat sich die Arbeitstechnik im Laufe der letzten einhundert Jahre gewandelt. Anfangs wurden für Sitze und Bänke nur Lederstücke auf einen Holzrahmen genagelt. Später wurde mit verschiedenen Werkstoffen, z. B. Stroh, Seegras und Rosshaar gepolstert, um die Bequemlichkeit zu erhöhen. Der historische Vorläufer des Polsterers war der Beruf des Stuhlmachers, dieser baute das Holzgestell der Sitzmöbel.

Heike Kirmse  -  Schuhmacher

Der Schuhmacher (offizielle Bezeichnung; auch althochdeutsch „skuohbuozo“; nhd. »Schuhbosser« = Schuhmacher) ist ein Handwerker, der Schuhe in Handarbeit herstellt und repariert. In Deutschland ist Schuhmacher ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Häufig wird für Schuhmacher auch die Bezeichnung Schuster verwendet.

Schuhmacher und Schuster sind zwei gängige Bezeichnungen für ein und denselben Handwerker. Schuhmacher ist die offizielle Berufsbezeichnung. Die Bezeichnung Schuster (aus mittelhochdeutsch schuochsuter) ist eine Zusammenziehung aus Schuh und althochdeutsch sutari, das wiederum aus dem Lateinischen sutor = „Näher“ stammt; im Mittelalter war für den Schuhmacher auch die sich daraus ableitende Bezeichnung Sauter gebräuchlich. Erst im 5. vorchristlichen Jahrhundert trennte sich der Beruf des Gerbers von dem des Schusters.

Jörg Fischbeck  -  Reetdachdecker/in

Das Reet des Reet-Dachdeckers (auch Reeth, Reth, Reith, Ried, Riet, Rohr und ähnliches) bezeichnet das an Ufern oder auf sumpfigem Gelände wachsende Schilftrohr, das vielerorts in getrocknetem Zustand zur Deicheindeckung verwendet wird und in früheren Zeiten zu vielen ähnlichen Zwecken diente, so etwa zum Besticken neuer Deiche mit der Deichnadel. Die Reetdachdeckerei gilt als eine der ältesten Handwerkstechniken beim Hausbau.

Neben der Bezeichnung Reetdach sind seltener und landschaftlich auch Bezeichnungen wie Rohrdach oder Schilfdach gebräuchlich. Mit Reet gedeckte Häuser werden auch als Reethaus bzw. Reethus oder Reetdachhaus bezeichnet.

Das Handwerk der Reetdachdeckerei wurde vom Land Mecklenburg-Vorpommern als immaterielles Kulkturerbe der UNESCO eingereicht und 2014 als solches bestätigt.

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