Lost Places - verlorene Orte

Lost Places übersetzt „Verlorene Orte“ sind faszinierende Areale, Gebäude oder Gebäudeteile, die irgendwann aufgegeben und/oder verlassen wurden. Es gibt eine Vielzahl solcher ehemals vom Leben gefüllter „Immobilien“, die von der Natur zurückerobert werden. Am bekanntesten sind wohl ehemalige Bunker bzw. Bunkeranlagen, die dem Zerfall zum Opfer gefallen sind. Ganz bekannt sind die Bunkereste von Ahrenshoop auf Fischland/Darß, die dort am Strand stehen und als Mahnmal auch so erhalten bleiben sollen. Zumal man diese stillen Zeitzeugen nur durch Sprengung beseitigen könnte.

Die alten Bunker des Atlantikwalls findet man auch an Dänemarks Nordseeküste. Nach und nach versinken sie im Meer und bilden ein steinernes Mahnmal wider den Wahnsinn des Krieges.

Ostseebunker

Am Weststrand von Fischland-Darß-Zingst, zwischen den Ostseebädern Wustrow und Ahrenshoop direrkt am Strand gelegen, kann man mehrere verschiedene Bunkereste bestaunen.

Die aus DDR-Zeiten stammenden Beobachtungsbunker, wurden im Laufe der letzten 70 Jahre durch Wind und Wellen freigespült.  Bis heute hat die Natur etwa 70 mtr. der Steilküsten abgetragen. Man geht davon aus, dass die letzten noch verborgenen Bunkerreste in den kommenden 30 Jahren ebenfalls noch freigelegt werden. Da diese Betonklötze mittlerweile zu  einer Attraktion geworden sind, hat man nicht vor diese zu entfernen, zumal dies nur durch Sprengung möglich wäre.

Fotograf: Jörg Fischbeck         j.fischbeck@gmx.net

Ehemahlige Torpedoversuchsanstalt

 

Einen Tag nachdem der Sturm Herwart über Nordeutschland hinweg gezogen ist, war ich mit meiner Frau in Surendorf, um Langzeitbelichtungen zu machen. In Surendorf sind noch die Reste der ehemaligen Torpedoversuchsanstalt zu sehen. Hier liefern sie einen schönen Vordergrund für Wellen und ziehende Wolken.

Fotograf: Gerd Kardel             gerd.kardel@gmx.de

Lost Places sind viel facettenreicher als man denkt. Da gibt es Krankenhäuser, Sanatorien, Heilstätten, Hotels, Kirchen, Kasernen, Kohle- und Heizkraftwerke, alte Bahnhöfe, Flughäfen, Autofriedhöfe, Villen, Fabrikgebäude, alte Bauernhöfe, Gutsanlagen oder Spielplätze und vieles mehr.

 

Im Normalfall sind diese Plätze in Privathand oder von Investoren gekauft worden und ruhen teilweise seit Jahrzehnten ohne weiter beachtet zu werden. Vieles fällt Vandalismus zum Opfer und wird sukzessive zerstört. Aus diesem Grunde werden diese Plätze geheim gehalten und an Informationen zu Standorten zu gelangen ist nicht leicht. Nur Wenige geben ihre Wissen über die verlassenen Orte an Fremde weiter – aus Angst, dass die Location zerstört wird. Diese Angst ist leider nicht unbegründet.

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Kinderzimmer

Die Mischung aus ungewöhnlicher Architektur und Verfall macht die Beelitzer Heilstätten zu einem beliebten Motiv für Filmproduktionen. Ob dieser Raum tatsächlich ein Kinderzimmer war, ist nicht wirklich übermittelt. Vielleicht hat auch nur ein Freigeist nur seinen Gedanken freien Lauf gelassen.

Fotograf: Jörg Fischbeck       j.fischbeck@gmx.net

Größere sehr bekannte Anlagen wie z.B. die Beelitzer Heilstätten werden kommerziell als Fotolocation genutzt. Andere Areale, und das sind die meisten, sind eingezäunt und werden von Wachdiensten rund um die Uhr bewacht. Das betreten ist hier streng verboten. Zum einen weil es einfach zu gefährlich wäre, zum anderen weil Investoren es vor Vandalismus schützen wollen oder weil ein privater Besitzer es einfach nicht will, das fremde Leute über sein Grundstück laufen.

Gerade diese verbotenen Orte reizen vor allem jüngere Fotografen sehr. Altes, verlassenes von Menschenhand Geschaffenes hat schon immer seinen Reiz gehabt. Man fragt sich: Was waren das für Menschen? Wie haben sie gelebt? Wie ist es ihnen hier ergangen? Welche Schicksale haben sich hier abgespielt? Warum wurde das hier verlassen? Warum kümmert sich Niemand darum? Sieht man den ganzen Zerfall und die Vergänglichkeit schaudert man ein wenig angesichts der eigenen Vergänglichkeit.

Einst prachtvolles Treppenhaus

Die Männerklinik der Beelitzer Heilstätten wurde nach dem zweiten Weltkrieg von dem sowjetischen Armee als Militärkrankenhaus genutzt. Nach dem Abzug der Armee verfielen die Gebäude. Dieses Treppenhaus hat sich trotz des Verfalls und der blätternden Farben seinen Charme bewahrt und ist für mich das schönste Treppenhaus in Beelitz.         Fotograf: Gerd Kardel gerd.kardel@gmx.de

 

Und dann holt sich die Natur alles wieder zurück. Sturm, Regen, Schnee, Hagel, Frost und der Mensch sorgen dafür, dass Feuchtigkeit eindringen kann. Vögel und anderes Getier erobern die Gemäuer und nutzen es als neue Heimat. Und der Zerfall beginnt. Nach vielen Jahren hat die Natur ganze Arbeit geleistet. Die Dächer sind offen, Tapeten von der Wand gefallen oder Lackfarben blättern ab. Holzdecken und Dachstühlen werden morsch und sind nicht mehr betretbar. Im Keller ist es feucht und Spinnen haben ganze Wohnstätten gewoben. Fensterflügel lassen sich nicht mehr bewegen und sind zerstört. Das Tageslicht dringt ungebrochen in jeden kleinen Spalt und sorgt für faszinierende Licht- und Schattenspiele in Fluren und Räumen.

Rosettenfenster

Wenn nachmittags die Sonne durch das Rosenttenfesnter der Turnhalle der Beelitzer Männerklinik scheint, hat man die Chance auf schöne Sonnenstrahlen. Damit man die aber sieht und aufs Foto bannen kann, braucht man Staub in der Luft - oder einen gut vorbereiteten Tourguide von go2know mit einer Rauchpatrone :-)       Fotograf: Gerd Kardel            gerd.kardel@gmx.de

Einige stille Zeitzeugen der ehemaligen Bewohner wie z.B. alte Stühle, ein Tisch, eine alte Zeitung, alte Schriftstücke, Patientenakten oder auch mal ein Klavier stehen noch an alter Wirkungsstelle und regen die Fantasie des Besuchers an. Manchmal ergibt sich der Eindruck das gestern Abend hier noch ein Konzert gegeben wurde. Man hört noch eine Kantate von Mozart oder Bach und den Applaus. Der Vorhang des letzten Aktes der maroden Bühne ist schon vor Jahrzehnten gefallen.

Einsamer Flügel

Auf dem Gelände der Beelitzer Heilstätten gibt es das sogenannte Whitney Houston Haus. Es heißt nicht so, weil selbiger Weltstar dort Gast war, sondern wurde von Kunststudenten so benannt, zum Gedenken an Whitney. Es ist etwas abgelegen, aber einer der lohnenswerten Punkte der Tour. Eigentlich ist es der Lungenheilpavillon B1 für Männer und 1902 als eines der ersten Gebäude erbaut. Der alte Flügel steht noch heute dort in der großen Konzerthalle und zerfällt langsam in seine Bestandteile.  

Fotograf: Jörg Fischbeck           j.fischbeck@gmx.net

Der Nächste bitte

Dieser Zahnarztstuhl gehörte zur Frauenklinik der Beelitzer Heilstätten. Bei meinem ersten Besuch dort war der Stuhl schon in das Badehaus der Männerklinik gebracht worden, da die Frauenklinik saniert werden sollte. Durch rote Folien vor den Fenstern ergab sich diese beängstigende Lichtstimmung. Genau die Stimmung, die ich jedesmal beim Zahnart empfinde. Leider steht der Stuhl heute nicht mehr an dieser Stelle.   Fotograf: Gerd Kardel        gerd.kardel@gmx.de

 

Es gibt aber auch gut erhaltene Gebäude und Gebäudeanlagen wie z.B. „Die verbotene Stadt“ in Wünsdorf (Ortschaft Zossen in Brandenburg). Eine alte Kaserne aus Kaisers Zeiten die nach dem zweiten Weltkrieg von den Russen übernommen wurde und in der zeitweise bis zu 60000 Russen gelebt haben. Natürlich alles militärisch genutzt. Ein Teil der Gebäude sieht so aus als ob die Bewohner vor nicht allzu langer Zeit die Gegend verlassen haben. Tatsächlich stehen die Gebäude seit 1994 leer und werden so gut es geht als Zeitzeugen erhalten. Der Verfall der Gebäuden ist natürlich stark sichtbar. Zumal die abziehenden Russen scheinbar auch kein Interesse hatten Ihre Behausung ordentlich zu hinterlassen. Es gibt z.B. noch einen relativ gut erhaltenen Theatersaal mit voller Bestuhlung, ein Offiziersgebäude, ein trocken gelegtes Schwimmbad und ein stark demontiertes Heizkraftwerk.

Ein Großteil des Areals ist oder wird zu Wohngebäuden saniert.

 

Theatersaal

Theatersaal im ehemaligen Oberkommando der Wehrmacht und der späteren verbotenen Stadt der sowjetischen Armee ins Wünsdorf ( Brandenburg). Rote Stühle soweit das Auge reicht.

Fotograf: Jörg Fischbeck          j.fischbeck@gmx.net

Schwimmbad

In der verbotenen Stadt, in Wünsdorf, gab es ein Schwimmbad in dem nur privilegierte Personen schwimmen durften. So wie der Oberkommandierende der Sowjettruppen in Deutschland – Generaloberst Burlakow. Es ist überliefert, dass er noch am Tag seiner Abreise hier geschwommen ist.

Fotograf: Jörg Fischbeck           j.fischbeck@gmx.net

Die Beelitzer Heilstätten sind unter Fotografen schon eine Berühmtheit und locken jedes Jahr viele Besucher nach Brandenburg.

Zwischen 1898 und 1930 von der Landesversicherungsanstalt Berlin errichteten Arbeiter-Lungenheilanstätten Beelitz-Hedilstätten bilden einen der größten Krankenhauskomlexe im Berliner Umland. Es ist ein denkmalgeschütztes Ensemble von 60 Gebäuden auf einer Gesamtfläche von 200 Hekta.

In zwei Bereichen nördlich der Bahnlinie entstanden die Lungenheilstätten, in den beiden südlich gelegenen Bereichen die Sanatorien zur Behandlung nicht ansteckender Krankheiten. Die Bereiche waren jeweils nach Geschlechtern getrennt: westlich der Landstraße die Frauen-Heilstätten und -Sanatorien, östlich derselben die Männer-Heilstätten und -Sanatorien. Ebenso lagen Betriebsgebäude, in denen überwiegend Frauen beschäftigt waren, westlich und solche, in denen überwiegend Männer beschäftigt waren, östlich. Die erste Bauphase erfolgte 1898 bis 1902 unter den Architekten Heino Schmieden und Julius Boethke (1864–1907). In der zweiten Bauphase 1908 bis 1910 wurde die Bettenzahl von 600 auf 1200 erhöht. Der Architekt war Fritz Schulz , der auch in der dritten Bauphase 1926–1930 verantwortlich war.

Kommandeursvilla

 

Die zwischen 1898 und 1930 von der Landesversicherungsanstalt Berlin errichteten Arbeiter-Lungenheilstätten Beelitz-Heilstätten bilden einen der größten Krankenhauskomplexe im Berliner Umland. Es ist ein denkmalgeschütztes Ensemble von 60 Gebäuden auf einer Gesamtfläche von ca. 200 ha.

Fotograf: Jörg Fischbeck               j.fischbeck@gmx.net

Vergangene Pracht

der FDGB Ferienheim Fritz Heckert findet man in Gernrode im Harz. Ein wenig verwunschen mit Dunst auf der Wiese, Sträuchern und Büschen, die sich langsam das einst gepflegte Gelände zurück erobern, präsentierte es sich mir beim Näherkommen.

Das große Ferienheim war der erste Neubau eines Ferienheims in der DDR und entstand in den Jahren von 1952 bis 1954 nach einem Entwurf des halleschen Ingenieurbüros Maedecke im Stil der Klassischen Moderne. Die Gestaltung lehnt sich dabei an die des Berliner Olympischen Dorfes von 1936 an. Es entstand im Auftrag der DDR-Einheitsgewerkschaft FDGB, die in der DDR maßgeblich für die Bereitstellung von Urlaubsplätzen verantwortlich war. Benannt wurde das Heim nach dem KPD-Politiker Fritz Heckert (1884–1936).“(Wikipedia)

Fotograf: Gerd Kardel                  gerd.kardel@gmx.de

Offizierskasino

Auch andere Areale wie die ehemalige Bundeswehr-Kaserne „Auf der Freiheit“ wandelt sich gerade in einen neuen Stadtteil. Neue Gebäude stehen schon, andere werden nach und nach abgerissen. Ich war froh, noch ein Bild des Offizierskasino zu erhalten.   Fotograf: Gerd Kardel            gerd.kardel@gmx.de

Empfangshalle

 

Auch die schon fast monströs wirkenden Eingangsportale, machen die Beelitzer Heilstätten zu einem faszinierenden Ort architektonischer Geschichte. Für mich war es ein überwältigendes Erlebnis solche Bauten betreten und fotografieren zu dürfen.  Fotograf: Jörg Fischbeck           j.fischbeck@gmx.net

St.-Josef-Haus

Das zu den Heilstätten gehörende Heizkraftwerk (Architekt Paul Stanke ) wurde schon 1903 mit Kraft-Wärme-Kopplung betrieben und ist heute ein technisches Denkmal. Die Gebäudehülle des sogenannten Heizhauses Süd mit dem erhaltenen Maschinensaal und dem Wasserturm wurde durch den Eigentümer, dem Landkreis Potsdam-Mittelmark, mit EU-Fördermitteln umfassend saniert.

Im Ersten und Zweiten Weltkrieg dienten die Beelitz-Heilstätten als Lazarett und Sanatorium für erkrankte und verwundete Soldaten. Unter den rund 17.500 Rekonvaleszenten, die zwischen 1914 und 1918 in Beelitz untergebracht wurden, befanden sich der Gefreite Adolf Hitler (9. Oktober - 4. Dezember 1916) und Karl Neufeld .

1942 wurde nach Plänen des Architekten Egon Eiermann südlich des Frauen-Sanatoriums ein Ausweichkrankenhaus für Potsdam errichtet. Dieses wurde 1945 bis 1998 als Fachklinik für Lungenkrankheiten und Tuberkulose zivil genutzt und wird jetzt überwiegend als Pflegeheim und von der Akademie für Pflegeberufe verwendet.

Während der Schlacht um Berlin 1945 wurden die etwa 3000 Verwundeten und das Personal der Beelitzer Heilstätten durch die Armee Wenck in weiter westlich liegende Regionen gebracht.

Der Flur

Südwestlich von Berlin, in der Nähe von Potsdam und umgeben von tiefen Wäldern, befindet sich die Stadt Beelitz. Beelitz ist zum einen als Spargelstadt bekannt, da es den Mittelpunkt des größten brandenburgischen Spargelanbaugebietes darstellt. Zum anderen ist es aber auch vor allem für die zwischen 1898 und 1930 errichtete und heute seit 1994 verlassene Arbeiter-Lungenheilstätte Beelitz Heilstätten bekannt.

 

Ein Flur im Gebäude „Männersanatorium“ der Beelitzer Heilstätten. Der Verfall ist stark vorangeschritten. Die Wandfarbe blättert ab, Putz ist teilweise abgefallen oder hängt lose an Farbresten. Was sich hier wohl abgespielt hat? Welche Schicksale hier ihren Anfang nahmen?

Fotograf: Jörg Fischbeck                 j.fischbeck@gmx.net

Das tiefe C

 

Ich war mit Jörg und zwei seiner Freunde im Whitney Houston Haus der Beelitzer Heilstätten. Während die anderen ihre Stative aufbauten, schaute ich mich im Raum um und entdeckte diese Rohrhalter.

Fotograf: Gerd Kardel    gerd.kardel@gmx.de

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, in dem die Heilstätten teils schwer beschädigt wurden, wurde das Gelände 1945 von der Roten Armee übernommen. Die Heilstätten dienten bis 1994 als das größte Militärhospital der sowjetischen/russischen Armee im Ausland. Es war auch ab Dezember 1990 der Aufenthaltsort des an Leberkrebs erkrankten Erich Honecker , bevor er und seine Frau Margot am 13. März 1991 nach Moskau ausgeflogen wurden.

Einige Gebäude wurden inzwischen saniert und durch neue Gebäude ergänzt. Es wurden eine neurologische Rehabilitationsklinik , ein Parkinson-Fachkrankenhaus sowie eine Rehabilitationsklinik für Kinder eingerichtet. Ein Teil in Bahnhofsnähe wurde mit Einfamilienhäusern bebaut.

Als Folge der Insolvenz der Eigentümergesellschaft im Jahr 2001 ist die weitere Neunutzung des übrigen Geländes inzwischen ins Stocken geraten. Auch die Sanierung der Denkmalsubstanz wurde weitgehend eingestellt. Ein großer Teil der sehenswerten Anlage verfällt inzwischen und ist vom Vandalismus stark beschädigt.

Nach jahrelangem Stillstand und weiterem Verfall ist es den Gläubigerbanken im März 2008 gelungen, einen Käufer für das Areal zu finden. Derzeit laufen die Planungen für eine erneute Nutzung im ursprünglichen Sinne von Gesundheit und Wohnen. Dazu wurden die Waldflächen und die Gebäudeflächen getrennt verkauft.

1991 geschah 800 Meter von den Heilstätten entfernt ein Doppelmord . Die 34-jährige Ehefrau eines russischen Arztes der Klinik und deren drei Monate altes Baby wurden von dem als Rosa Riese bekannt gewordenen Serienmörder Wolfgang Schmidt ermordet. 2008 ermordete ein Fotograf, der die Heilstätten als Hintergrundkulisse nutzte, ein Fotomodell, das er im Internet kennengelernt hatte. 2011 erhängte sich ein Obdachloser, der zuvor mehrere Jahre auf dem Gelände der Beelitzer Heilstätten lebte, in einem der Gebäude.

Am 11. September 2015 wurde auf dem Gelände der ehemaligen Frauen-Lungenheilstätte der erste Baumkronenpfad in Brandenburg eröffnet. Er ist 320 Meter lang, bis zu 23 Meter hoch und überquert die mit Bäumen bewachsene Ruine des 1944 ausgebrannten Pavillons B IV - das Gebäude wurde auch "Das Alpenhaus" genannt. Der Zugang erfolgt von der dritten Plattform des 36 Meter hohen Aussichtsturms.

Ab Mai 2016 wurde das ehemaligen Frauen-Sanatoriums umgebaut und ist bereits bezogen . Im Pavillon sowie im alten Küchen- und Wäschereigebäude will der Investor unter dem Namen Refugium Beelitz-Heilstätten in den denkmalgeschützten Gebäuden ein sogenanntes Creative Village installieren. Die Atelier- und Mietwohnungen sind ausschließlich für Kreativschaffende vorgesehen. Die ersten Wohnungen wurden 2017 bezugsfertig.

Die Mischung aus ungewöhnlicher Architektur und Verfall macht die Heilstätten zu einem beliebten Motiv für Filmproduktionen . Neben zahlreichen Fernseh- und Studentenfilmen wurden auch Teile von Der Pianist , Polanskis Krankes Haus , Operration Walküre mit Tom Cruise , Men & Chicken, mit Mads Mikkelsen , Gore Verbinskis A Cure for Wellness und anderer Spielfilme in den Heilstätten gedreht. Der Film Heilstätten spielt zwar in Beelitz, jedoch verweigerte der Eigentümer eine Drehgenehmigung, daher wurde der Film in der Heilstätte Grabowsee gedreht.

Vom 17.-19. Dezember 2011 dienten die Ruinen der Heilstätten als Kulisse für einen Videodreh zum Lied Mein Herz brennt der Neue-Deutsche-Härte-Band Rammstein unter der Regie von Eugenio Recuenco. Ein Nachdreh, nun unter Regie von Zoran Bihac, fand am 12. Juni 2012 erneut in Beelitz statt.

abgebrannt

Wer Kiel mit dem Zug Richtung Süden verlässt kennt den ausgebrannten Zug. Ein wenig versteckt hinter Bäumen grüßt er ankommende oder abfahrende Reisende. Ich war neugierig, wie es wohl im Inneren des Zuges aussieht.

Fotograf: Gerd Kardel gerd.kardel@gmx.de

Badetag

Ein schmuckloses Badezimmer, eine freistehende Badewanne und ein Rollstuhl - Badetag in einer verlassenen Schule für Pflegekräfte in Bad Harzburg. Die Stimmung an diesem Ort war sehr eigentümlich.

Fotograf: Gerd Kardel            gerd.kardel@gmx.de

Der Haken an der Sache

Diese Garderobe entdeckte ich in einem verlassenen Reichsbahn-Ausbesserungswerk (RAW) in Madgeburg. Viele verlassene Orte sind voller schöner Details. Während wir (eine Freundin und ich) auf der Jagd nach schönen Fotomotiven waren, tobte eine Horde Paintballer über das Gelände.

Fotograf: Gerd Kardel               gerd.kardel@gmx.de

Treppenauge

Ein wunderbarer Treppenaufgang. Heute im Jahr 2018 stehen die Gebäude seit über 24 Jahren leer. Hier könnte man meinen, es kommen gleich die Soldaten die Treppe herunter. Verbotene Stadt Wünsdorf – Gemeinde Zossen !

Fotograf: Jörg Fischbeck              j.fischbeck@gmx.net

Goldener Schein

Einer der schier endlosen Flure im FDGB Ferienheim Fritz Heckert. Dieser faszinierte mich durch den goldenen Schein der untergehenden Sonne. So bekommen selbst die entkernten Flure etwas Anheimelndes.

Fotograf: Gerd Kardel             gerd.kardel@gmx.de

In der Spur

Das Reichsbahn-Ausbesserungswerk (RAW) in Magdeburg bietet viele große, lichtdurchflutete Hallen. Da macht das Fotografieren richtig Spaß - wenn man sich denn für ein Motiv entscheiden kann. Denn dort gibt es hinter jeder Ecke, in jedem neuen Gebäude so viele spannende Motive.

Fotograf: Gerd Kardel                   gerd.kardel@gmx.de

Spiegelung

Geboren aus der unternehmerischen Begeisterung des Ostholsteiner Firmenchefs Thilo Gollan und seiner Frau Katrin – sowie ausschließlich privat finanziert – erwächst aus einem historischen Industriekomplex im Lübecker Hafen Stück für Stück, Halle für Halle, die Kulturwerft Gollan.

Das Ambiente ist einzigartig, denn die 1870 – 1920 aus rotem Backstein errichteten Hallen bilden das älteste Industriegebiet Schleswig-Holsteins. Rund 20 Jahre lang standen die Gebäude leer. Sie verwahrlosten immer mehr.

 

Im Rahmen einer Oldtimerausstellung konnte ich einige Fotos der alten Industrieanlage aufnehmen, wozu auch diese Spiegelung gehört.

 

Anschrift:

Einsiedelstraße 6
23554 Lübeck

 

Fotograf: Jörg Fischbeck j.fischbeck@gmx.net

Vergessener Freund

Diesen Teddy entdeckte ich in einer verlassenen Schule für Pflegekräfte in Bad Harzburg. Die Regentropfen an der trüben Scheibe unterstreichen die traurige Stimmung des Bildes. Viele verlassene Orte strahlen genau diese Stimmung aus.

Fotograf: Gerd Kardel                 gerd.kardel@gmx.de

Von Geistern und Ruinen

Was macht man, wenn man mit etwa 30 anderen Fotografen auf go2know Tour durch die Beelitzer Heilstätten ist und einem ständig Fotografen durchs Bild latschen? Aus der Not eine Tugend! So fängt man die Geister der dieses Ortes ein.    Fotograf: Gerd Kardel      gerd.kardel@gmx.de

Wege ins Licht

Unterwegs am alten, verlassenen Bahnhof in Braunschweig entdeckte ich diese Gleise. Die untergehende Sonne sorgte für die stimmungsvolle Beleuchtung.

Fotograf: Gerd Kardel           gerd.kardel@gmx.de

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