A3.1 Käfer

 

Dunkelgrüner Gelbrandrüssler ( Chlorophanus viridis)

Die Käfer (Coleoptera) sind mit über 350.000 beschriebenen Arten in 179 Familioen die weltweit größte Ordnung aus der Klasse der Insekten – noch immer werden jährlich hunderte neue Arten beschrieben. Sie sind auf allen Kontinenten außer in der Antarktis verbreitet; in Mitteleuropa kommen rund 8000 Arten vor. Die bislang ältesten Funde fossiler Käfer stammen aus dem Perm und sind etwa 265 Millionen Jahre alt.

Der Körperbau der Käfer unterscheidet sich von dem anderer Insekten, da die augenscheinliche dreiteilige Gliederung nicht dem Kopf, der Brust und dem Hinterleib entspricht, sondern der zweite Abschnitt nur aus dem Prothorax besteht, von dem auf der Körperoberseite nur der Halsscjild sichtbar ist. Die übrigen beiden Abschnitte der Brust bilden mit dem Hinterleib eine Einheit und werden vom skelerotisierten ersten Flügelpaar, den Deckflügeln, überdeckt.

Mit etwa 170 Millimetern Länge ist der Riesenbockkäfer (Titanus giganteus) aus Brasilien die größte Käferart; die Goliathkäfer zählen mit etwa 100 Gramm Gewicht zu den schwersten Insekten überhaupt. In Europa schwankt die Größe der Käfer zwischen ungefähr 0,5 und 75 Millimetern, der größte mitteleuropäische Käfer ist der Hirschkäfer (Lucanus cervus).

 

https://de.wikipedia.org/wiki/kaefer

Dunkelgrüner Gelbrandrüssler

( Chlorophanus viridis)

 

Der Gelbrandrüssler (Chlorophanus viridis) ist ein Rüsselkäfer und eine von drei Arten der Gattung Chlorophanus.

Der Gelbrandrüssler hat eine oberseits leuchtend grüne (selten auch kupferrote) Beschuppung und erreicht eine Größe von 8 bis 11 mm. Der gelbe Seitenrand, der ihm seinen Namen gibt, ist deutlich abgesetzt. Durch ebendiesen ist er sehr gut von anderen Rüsselkäfern zu unterscheiden. Von den drei anderen einheimischen Chlorophanus-Arten kann man ihn durch die nur kurz ausgezogenen Flügeldeckenspitzen unterscheiden. Chlorophanus viridis ist in ganz Europa verbreitet, seine Häufigkeit ist jedoch gebietsweise verschieden. Von Mai bis August ist er in eher feuchten Laub- und Mischwäldern zu finden. Der Gelbrandrüssler frisst die Blätter von Laubgehölzen (v. a. Erle und Weide) und lebt polyphag an krautigen Pflanzen (v. a. Pestwurzen). Die Eier werden ca. 1 mm in feuchten Boden gelegt. Die Ablage findet in der Dämmerung statt. Zwei bis drei Wochen danach schlüpfen die Larven, die unter der Erde leben und sich von Wurzeln ernähren. Für die Überwinterung legen sie eine 6 bis 12 cm unter der Oberfläche gelegene Erdhöhle an. Im folgenden Frühjahr erfolgt die Verpuppung und nach drei Wochen das Schlüpfen der Imago, die etwa zwei bis vier Tage braucht, um sich zur Bodenoberfläche durchzugraben.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Gelbrandruessler

Rosenkäfer 

(Cetoniinae)

 

Die Rosenkäfer (Cetoniinae) sind eine Unterfamilie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae). Die Unterfamilie ist weltweit verbreitet, hat ihren Verbreitungsschwerpunkt jedoch in den Tropen. Es sind etwa 3000 Arten in ungefähr 400 Gattungen bekannt. Die Taxonomie der Gruppe wird kontrovers betrachtet. Sie wird von manchen Autoren als eigenständige Familie innerhalb der Scarabaeidae betrachtet, Beutel & Leschen (2005) folgen dieser Auffassung jedoch nicht, sondern stellen sie als Unterfamilie zu den Blatthornkäfern. Bei vielen Arten sind die Imagines lebhaft und/oder metallisch glänzend gefärbt. Sie können, ungewöhnlich für Käfer, ihr zweites Flügelpaar zum Fliegen durch eine Wölbung unter den geschlossenen Deckflügeln entfalten. Die Imagines ernähren sich von austretenden Flüssigkeiten, wie etwa von Pflanzensaft an Wunden von Bäumen; in vielen Fällen auch von weichfleischigen Früchten. Die Larven entwickeln sich in Detritus und haben die für die Überfamilie typische Gestalt von Egerlingen.

Zu den Rosenkäfern zählen beispielsweise mit den Goliathkäfern (Goliathus) die größten und farbenprächtigsten Arten der Scarabaeoidea. Sie haben eine Körperlänge von 8 bis 110 Millimeter und eine leicht bis stark abgeflachte Körperform. Sie sind von matten Braun- und Schwarztönen bis lebhaft, glänzend, häufig mit metallischen oder emailartigen Farben in komplizierten Mustern gefärbt. Die Facettenaugen sind durch einen langen, schmalen Canthus getrennt. Die Fühler sind zehngliedrig und haben eine dreigliedrige Fühlerkeule, die einen spezialisierten Sinnesapparat trägt.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenkäfer

Maikäfer

(Melolontha)

 

Die Maikäfer (Melolontha) sind eine Gattung von Käfern in der Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae). Der am weitesten verbreitete Maikäfer Mitteleuropas ist der Feldmaikäfer (Melolontha melolontha). Im nördlichen und östlichen Europa sowie in einigen Regionen Deutschlands kommt der Waldmaikäfer (Melolontha hippocastani) auf sandigen Böden vor. Eine dritte, dem Feldmaikäfer sehr ähnliche Art ist Melolontha pectoralis. Sie ist sehr selten geworden und nur noch vereinzelt in Mitteleuropa anzutreffen. Es gibt nur noch hin und wieder Meldungen aus Südwestdeutschland.

Die Maikäfer gehören zur Familie der Blatthornkäfer, deren Name sich von den typischen fächerartigen Fühlern ableitet. Die Fühler sind bei den Weibchen viel schwächer ausgeprägt als bei den männlichen Tieren. So finden sich bei den Männchen sieben Fühlerplättchen, die etwa 50.000 Geruchsnerven haben; bei den Weibchen hingegen weist der sechslappige Fühlerfächer ungefähr 9000 dieser Nerven auf. Imagines des Feldmaikäfers erreichen je nach Ernährungsbedingungen eine Körperlänge von 25 bis 30 mm; der Waldmaikäfer ist etwas kleiner (20–25 mm).

Die drei in Mitteleuropa vorkommenden Arten lassen sich am besten an ihrer Hinterleibsspitze unterscheiden: Diese ist bei Melontha hippocastani in beiden Geschlechtern schmal und in einen knotigen Fortsatz endend, der beim Weibchen manchmal fehlt. Bei Melolontha melolontha ist die Hinterleibsspitze in beiden Geschlechtern in einen lanzettartigen Fortsatz ohne Knoten verlängert und nur fein behaart, während sie bei Melolontha pectoralis in beiden Geschlechtern doppelt behaart ist und beim Männchen wenig und schmal verlängert, beim Weibchen dagegen abgestutzt bleibt.

Nach Beendigung der Metamophose gräbt sich der Maikäfer –, seinem Namen entsprechend –, in den Monaten April und Mai aus dem Erdboden, fliegt hauptsächlich im Mai und Juni und ernährt sich überwiegend von den Blättern von Laubbäumen. Die Käfer leben als Imago noch etwa vier bis sieben Wochen. Das Männchen stirbt nach der Begattung, das Weibchen nach der Eiablage. Bei der Eiablage werden 10 bis 100 Eier in eher feuchte Humusböden eingebracht. Nach vier bis sechs Wochen schlüpfen die Engerlinge.

Maikäfer haben eine Zykluszeit von drei bis fünf, meist vier Jahren. Das heißt, die frischgeschlüpften Engerlinge benötigen vier Jahre, bis sie eine vollständige Metamorphose zum geschlechtsreifen Tier durchgemacht haben. Diese Zyklen sind regional synchronisiert. Bei einem vierjährlichen Zyklus etwa folgt auf drei Jahre mit niedrigem Aufkommen ein Jahr mit deutlich mehr Käfern (Maikäferjahr). Diesem Zyklus ist ein über 30- bis 45-jährlicher Rhythmus überlagert. Die Gründe dafür sind nicht im Detail bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass sich Krankheiten und Parasiten, die speziell Maikäfer befallen, in zusammenhängenden Beständen ungehindert epidemisch ausbreiten können. Erst wenn der Befall die Käfer stark dezimiert hat, haben die verbleibenden Käfer eine größere Chance, gesund zu bleiben. Auf diese Weise entstehen die längeren Zyklen, an deren Ende eine der berüchtigten Maikäferplagen steht.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Maikäfer

Scheckhorn - Distelbock

( Agapantiia villosoviridescens )

 

Der Scheckhorn-Distelbock (Agapanthia villosoviridescens), auch Nesselbock oder Linienhalsige Halmbock genannt, ist ein Käferart aus der Familie der Bockkäfer (Cerambycidae). Die Käfer sind 10 bis 23 Millimeter lang. Der Kopf und das Halsschild sind schwarz gelb längs gestreift. Die Flügeldecken sind fein gelb und grau gemasert. Die Fühler sind körperlang und abwechselnd grau und schwarz. Sie leben in Mittel- und Südeuropa, im Kaukasus und Sibirien an Rändern von Nadelmischwäldern, Gebirgswiesen und Waldwegen aber auch auf Bahndämmen. Die Käfer leben vor allem auf Brennnesseln, Disteln und Doldenblütlern.Die Larven entwickeln sich in den Stängeln dieser Pflanzen. Sie überwintern dort und verpuppen sich erst im Frühling. Die Käfer schlüpfen im Mai.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Scheckhorn-Distelbock